Georgien 2016

Zum ersten Mal haben die Singfrauen Berlin – auch das ein Chor unter der Leitung von Franziska Welti – im Oktober eine Reise nach Georgien organisiert. Mit dabei waren auch fünf Frauen der Singfrauen Winterthur, die damit bereits zum vierten Mal nach Georgien reisten. Ergänzt wurde die bunt gemischte 28-köpfige Gruppe mit zwei Frauen des Winterthurer Vokalensembles vox feminae, sowie Teilnehmerinnen aus Lüneburg, Frankfurt und Hamburg. Die offizielle Reise dauerte acht Tage lang, doch viele nutzten die Möglichkeit, etwas früher an- oder später abzureisen.

Wir starteten in Tbilisi und genossen gleich am ersten Tag mit der bewährten Reiseleiterin Tamuna Latsabidze eine Stadtbesichtigung. Ausserdem trafen wir uns mit dem befreundeten Frauenensemble Tutarchela zu einer Probe. Ein Programmpunkt war ein gemeinsames Konzert in Bolnisi, einer ehemaligen deutschen Siedlung. Im früheren Katharinenfeld wurden wir königlich empfangen; zuerst durften wir beim Erzbischof zuhause einkehren, besuchten ein Denkmal zum Gedenken der deutschen Einwanderer, wurden in einer alten deutschen Mühle bewirtet, fuhren weiter zu einer Kirche (5 Jh.) mit intaktem Frauenkloster und zu einer neuerstellten und von Mönchen bewohnten Klosteranlage. Nach dem Konzert gab es eine Supra, eine klassische georgische Tafelrunde, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird: stapelweise geschichtete Teller mit georgischen Köstlichkeiten, stets vollgefüllte Gläser mit Wein, herzerwärmender Gesang, ausgelassener Tanz und ausführliche und unzählige Tischreden! Es wurde über diesen Tag sogar ein Bericht im georgischen Regionalfernsehen ausgestrahlt…

Nach dem Konzert in Bolnisi: Tanzeinlage während der Supra

Von Tbilisi aus brachen wir dann zu einer Reise nach Kachetien auf. Über den Gombori-Pass ging die Fahrt nach Telavi, wo wir an einem Workshop unserer Freundin, der Chorleiterin Tamar Buadze, teilnahmen. Danach ging es weiter nach Sighnaghi und schliesslich kehrten wir wieder nach Tbilisi zurück. Unterwegs besuchten wir verschiedene Klöster, Kathedralen und ein Museum. Ausserdem bestand an einem Tag auch die Möglichkeit für ein individuelles Programm: einige Frauen wanderten durch den Lagodekhi Nationalpark, andere genossen einen weiteren reich gefüllten Kulturtag.

Kulturtagsgruppe in Gremi

Ein letzter Höhepunkt war der Besuch beim Jugendchor Tutarchela in der Musikschule in Rustavi. Die Jugendlichen erwarteten uns ungeduldig und auch hier wurde wieder viel gesungen, getanzt, gegessen und getrunken.

Wie bei den bisherigen Reisen gab es zahlreiche Momente, in denen wir mit unserem Gesang Menschen erfreuten und Türen öffnen konnten und so kehrten wir mit reich beschenkten und voll gefüllten Herzen zurück.

Sandra Morf-Keller


Fotogalerie:


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