Presse 1999–2005

2005
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MAGNIFICATFRAUENCHORMUSIK AUS ITALIEN

… Genau diese Affi­ni­tät der Frau­en zum Singen in der Gemein­schaft hält seit sechs Jahren die “Sing­frau­en Winter­thur” zusam­men. Die Diri­gen­tin Fran­zis­ka Welti versteht es dabei, dem Frau­en­ge­sang durch ein breit gefä­cher­tes Reper­toire immer wieder neue Facet­ten abzu­ge­win­nen. Über die geist­li­chen Gesän­ge aus der Renais­sance taste­te sich der Chor über ein “Ave Maria” von Zoltan Koda­ly ziel­si­cher an die Volks­lie­der aus Osteu­ro­pa heran. Unter wech­seln­der instru­men­ta­ler Beglei­tung und mit kehli­gem Gesang der Osteu­ro­päe­rin­nen gewan­nen die tempe­ra­ment­vol­len Sing­frau­en schliess­lich gänz­lich die Herzen des Publi­kums.

Der Land­bo­te, 10. Juli 2005
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2003
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BEZIRKSGESANGSFEST IN SEUZACH

… Sie kamen, sangen und sieg­ten: Wo immer die Sing­frau­en Winter­thur auftre­ten, hinter­las­sen sie freu­dig beweg­te Gemü­ter.

Erfolgs­ge­schich­ten haftet im Nach­hin­ein gerne Mühe­lo­sig­keit an. Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt, aber das lies­sen die über vier­zig singen­den Frau­en unter der so ener­gi­schen wie kompe­ten­ten Leitung Fran­zis­ka Welt­is leicht verges­sen … Vom 15. bis zum 18. Mai werden die Sing­frau­en Winter­thur an einem euro­päi­schen Chor­tref­fen in Vene­dig teil­neh­men, sich dem Wett­be­werb stel­len, neue Impul­se sammeln und schliess­lich auch die Lagu­nen­stadt genies­sen …

Zunächst galt das Inter­es­se dem klas­si­schen Chor­ge­sang. Ein Früh­lings­ka­non von Orlan­do di Lasso mach­te den Anfang, es folg­ten geist­li­che Lieder und auch schwär­me­ri­sche welt­li­che Gesän­ge. Der zwei­te Teil war der leich­te­ren Muse gewid­met, mit Volks­lie­dern aus Maze­do­ni­en, Kroa­ti­en, der Schweiz und Itali­en. Selbst ameri­ka­ni­sche und jiddi­sche Klän­ge fehl­ten nicht. Das Problem der Instru­men­tal­be­glei­tung — christ­li­che Kirchen­mu­sik arbei­tet nun mal gerne mit dem Orgel­klang — war durch das Spiel des Akkor­deo­nis­ten Mario Porre­ca mehr als provi­so­risch gelöst worden. Und als sei die Leitung ihres Chores nicht schon Anfor­de­rung genug, griff Welti auch noch höchst persön­lich zur Trom­mel. Man mag es den enga­gier­ten Sing­frau­en aus Winter­thur gönnen, dass ihre Arbeit an der Stim­me, an musi­ka­li­schen Lini­en und viel­spra­chi­gen Diktio­nen in Vene­dig eben­so viel Bewun­de­rung findet wie in der Heimat. Ein begeis­tert geraun­tes “isch das schön gsi” war an diesem Nach­mit­tag jeden­falls öfter zu verneh­men …

Der Land­bo­te, 15. April 2003
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JUBILÄUM 20 JAHRE FRAUENMUSIKFORM SCHWEIZ

… Zauber­sprü­che, Gemur­mel, wellen­ar­ti­ge Klän­ge, Wort­stü­cke, vermischt mit Tonef­fek­ten, und die Span­nung zwischen Klas­sik und Moder­ne, das Konzert der “Sing­frau­en” am Sams­tag im Konser­va­to­ri­um hat gefor­dert.

Volks­lie­der und Zauber­sprü­che heisst die Kompo­si­ti­on der Winter­thu­rer Kompo­nis­tin Regi­na Irman, die sie als Auftrags­ar­beit für die “Sing­frau­en” geschrie­ben hat … Den Teil der Volks­lie­der hat Regi­na Irman aus jiddi­schen und russi­schen Liedern zusam­men­ge­stellt, wobei die Klän­ge und Klang­far­ben eine zentra­le Rolle gespielt haben … Neben den moder­nen Klang­ex­pe­ri­men­ten von Regi­na Irman haben die “Sing­frau­en” in Beglei­tung von Instru­men­ten auch Klas­si­ker der Chor­mu­sik gesun­gen: O dulcis Jesu, Surga­mus omnes, Gloria in altis­si­mis Deo und Lauda­te Pueri … Vor 20 Jahren gegrün­det, setzt sich das Frau­en­mu­sik­fo­rum weiter­hin für Musik schaf­fen­de Frau­en ein. Das Konzert vom Sams­tag ist für den 20. Geburts­tag des Frau­en­mu­sik­fo­rums einge­übt worden. Das Forum selbst hat eine Ausstel­lung lanciert: “Frau und Musik eine Erfolgs­ge­schich­te” verschafft einen Über­blick über Kompo­nis­tin­nen und Musi­ke­rin­nen verschie­de­ner Epochen, deren Ruhm und deren Bemü­hun­gen um Aner­ken­nung …

Der Land­bo­te, 10. Dezem­ber 2002
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2002
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SOMMERKONZERT

… Die Sing­frau­en haben für ihr Sommer­kon­zert gleich ein ganzes Orches­ter aufge­bo­ten — und dieses besteht zudem vorwie­gend aus Akkor­de­ons … Mit dem dyna­mi­schen kroa­ti­schen Volks­lied “Grad se beli”, “Golde­ne Boos”, einem lich­ten­stei­ni­schen Lied über die Hinrich­tung einer Räube­rin und der Adap­ti­on des brasi­lia­ni­schen “Orfeo Negro” ist die Stimm­ge­walt des Chors zwischen­durch a cappel­la zu bewun­dern. Ausnahms­los rein werden die verschie­de­nen Stim­men into­niert; gesun­gen wird zumeist auswen­dig und mit bemer­kens­wer­ter Präsenz … Mit “Besa­me Mucho” ist noch einmal die harmo­ni­sche Inter­ak­ti­on der Sing­frau­en mit dem Orches­ter zu genies­sen, welche hernach in einem hypno­ti­sie­ren­den “Dalma­ti­ni­schen Tanz” und dem maze­do­ni­schen “Sto mi e milo” ihren Höhe­punkt erreicht …

Der Land­bo­te, 8. Juli 2002
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NACHTGESÄNGE
ein musi­ka­lisch-lite­ra­ri­sches Nacht­pro­gramm

Licht­ster­ne über­sä­ten Decke und Wand. Leise tönte ein Lied. Die Sänge­rin­nen blie­ben unsicht­bar. Erst allmäh­lich stie­gen sie, wie im Schein von Later­nen, die seit­li­chen Trep­pen herab … Die Frau­en­stim­men fanden ihren Kontrast in der tiefen Stim­me des Cellos von Vera Bauer. Mit impro­vi­sier­ten Klän­gen bette­te die Spre­che­rin und Musi­ke­rin ihre Rezi­ta­tio­nen ein … Ins Programm wurden burles­ke Texte wie “Der Zwölf-Elf” von Chris­ti­an Morgen­stern und humo­ris­ti­schen Noten wie Mascha Kalé­kos “Stick­mus­ter­spruch fürs Kopf­kis­sen” aufge­nom­men. Aber auch schwer­mü­ti­ge Gedan­ken, welche die Nähe der Nacht zum Tode thema­ti­sier­ten, wie Luisa Famos’ Gedicht “Der Flügel des Todes hat mich berührt” … Das Publi­kum war von den “Nacht­ge­sän­gen” begeis­tert. Die Lust der Frau­en am Singen und ihre Ausstrah­lung haben den Funken zum Sprin­gen gebracht. Die attrak­ti­ve Programm­ge­stal­tung mit Vera Bauers durch­drin­gen­den Rezi­ta­tio­nen und der stim­mungs­vol­le Rahmen mach­ten diesen Abend zu einem beson­de­ren Erleb­nis …

Der Land­bo­te, 29. Janu­ar 2002
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2001
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GEISTLICHE MUSIK AUS VERSCHIEDENEN JAHRHUNDERTEN
gemein­sa­mes Konzert mit dem Vokal­ensem­ble vox femin­ae

… Die Chor­lei­te­rin Fran­zis­ka Welti hatte für dieses Konzert sinn­vol­le Texte von namhaf­ten Kompo­nis­ten musi­ka­lisch verar­bei­tet, ausge­wählt und einstu­diert. Mit klarer, prägnan­ter Diri­gier­wei­se führ­te sie animie­rend durch die abwechs­lungs­rei­che Folge der anspruchs­vol­len Werke. Volle Aufmerk­sam­keit und Freu­de am gemein­sa­men Musi­zie­ren führ­ten zu vorzüg­li­chem Chor­klang, perfek­ter Ausspra­che und einer leben­di­gen, beseel­ten Dyna­mik … Skep­ti­ker, welche glau­ben, Frau­en­chö­ren fehle es an Tiefe und Kraft, wurden bei diesem Konzert eines Besse­ren belehrt.

Der Land­bo­te, 29. Mai 2001
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2000
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FRAUENCHORKONZERT
gemein­sa­mes Konzert mit dem Serpent-Chor Zürich

Viel Applaus ernte­ten der Serpent-Chor aus Zürich und die Sing­frau­en Winter­thur am Sonn­tag­abend im Salz­haus … Beide Chöre glänz­ten mit vita­ler Ausstrah­lung, Präzi­si­on sowie frischem, star­ken Klang …

Der Land­bo­te, 29. Mai 2000
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1999
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Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung der Tuch­re­form Winter­thur:

TEXTILES LIEDERSET
zum Thema spin­nen – weben – schnei­dern

Die Sing­frau­en Winter­thur unter­hiel­ten das Publi­kum mit einer viel­sei­ti­gen Darbie­tung vom Tango bis zum maze­do­ni­schen Liebes­lied. Ein Fest im Klei­nen. Köst­lich war vor allem auch die komö­di­an­ti­sche Einla­ge über die Freu­den und Leiden des Stri­ckens.

Textil­ar­beit und Werken, Novem­ber 1999